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Charlottenburg- Wilmersdorf

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Bürgeranfragen
Vorbemerkung

Form und Inhalt der Bürgeranfragen stehen in der Verantwortung der jeweils fragenden Bürgerinnen und Bürger. Die Texte wurden nur redaktionell überarbeitet.

Nach einem Beschluss der BVV vom 22. Januar 2004 werden alle vorliegenden Bürgeranfragen im Internet veröffentlicht. Bei Abwesenheit des Fragestellers bzw. der Fragestellerin erfolgt eine schriftliche Beantwortung durch das zuständige Bezirksamtsmitglied, die ebenfalls in das Internet gestellt wird. Sollte die Zeit der Bürgerfragestunde (30 Minuten) zur Beantwortung aller Fragen nicht ausreichen, erfolgt ebenfalls eine schriftliche Beantwortung.


Bürgeranfragen vor der Sitzung der BVV am 17. November 2005

1. Bürgeranfrage von Herrn Matthias Burchard über Historische Hinweistafel

Wie ist die Position des Bezirksamtes zum Vorschlag der Errichtung einer mehrsprachigen kleinen Informationsstele oder Hinweistafel auf die SS-Archivalien- und Beutekunst-Sammelstelle des Auswärtigen Amtes des Deutschen Reiches in der Hardenbergstraße 29A (100 Meter östlich vom Hauptgebäude des Bahnhofs Zoologischer Garten) im Themenjahr zwischen Krieg und Frieden?

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Die Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf                          16.11.2005

 Beantwortung

der Bürgeranfrage von Matthias Burchard für die BVV am 17.11.2005

 über

Errichtung einer mehrsprachigen Informationsstele oder Hinweistafel in der Hardenbergstraße 29a

 

Welches ist die Position des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf zum Vorschlag der Errichtung einer mehrsprachigen kleinen Informationsstele oder Hinweistafel auf die SS-Archivalien- und Beutekunst-Sammelstelle des Auswärtigen Amtes in der Hardenbergstr. 29a (100m östlich vom Hauptgebäude des Bahnhofs Zoolog. Garten) im Themenjahr ZWISCHEN KRIEG UND FRIEDEN?

Nachbemerkung: Es liegen 70 bis 80 Unterschriften vor, Text der Unterstützungserklärung (s. Anfrage)

 

 

Die Bürgeranfrage beantworte ich für das Bezirksamt wie folgt:

 

Das Bezirksamt ordnet das Thema „Beutekunst“ als ein besonders komplexes Thema ein, und legt daher großen Wert darauf, entsprechende Einrichtungen und Institutionen in der Stadt in die Diskussion mit einzubeziehen und sich mit diesen abzustimmen, das heißt konkret mit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur und mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Bezirksamt wird dort um unterstützende Mitwirkung bitten, denn „Beutekunst“ ist nicht allein ein bezirkliches Thema, sondern wird auf höchster politischer Ebene behandelt.

 

Neben der Klärung von inhaltlichen Aspekten, ist das Bezirksamt der Meinung, dass die Aufstellung von Hinweistafeln zur Geschichte des Nationalsozialismus nicht in Einzelaktionen erfolgen sollte. Daher wird sich das Bezirksamt auch an die Topographie des Terrors wenden.

Der Zweck der Stiftung Topographie des Terrors besteht in der Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen sowie der Anregung zur aktiven Auseinandersetzung mit dieser Geschichte, einschließlich ihrer Folgen nach 1945. Darüber hinaus übernimmt die Stiftung bei entsprechenden Fragestellungen beratende Funktion für das Land Berlin.

 

Die Einbindung in das Themenjahr „Zwischen Krieg und Frieden“ erscheint dem Bezirksamt im Übrigen nicht zwingend notwendig.